Race Diary · Saison 2026

Saisonupdate
Mai 2026

Vom zweiten Platz zum Beginn bis zum ersten UCI-Sieg: ein intensiver Frühling mit Höhen, Tiefen und richtig viel gelernt.

Andrin ZügerRun & Race – Solar PurStrasse / UCI
2.
Saisonauftakt Zusmarshausen
4.
Gesamt – Tour of Bosnia
5.
Gesamt – Belgrad–Banja Luka
1.
Erster UCI-Sieg in Polen

Die Rennsaison 2026 ist gestartet – und sie hatte vom ersten Tag an alles zu bieten. Hier nehme ich euch mit durch die ersten Wochen: von einem starken Auftakt über zwei Rundfahrten auf dem Balkan und einem harten Rückschlag bis zum schönsten Moment der Saison.

01 Zusmarshausen · Deutschland

Starker Auftakt zum Saisonbeginn

2. Platz

Wie schon 2025 durfte ich die Saison mit einem zweiten Platz beginnen. Das erste Rennen fand im deutschen Zusmarshausen statt. Gemeinsam mit zwei Konkurrenten konnte ich mich rund 6 km vor dem Ziel an einem kurzen Anstieg absetzen, sodass wir den Sieg unter uns ausmachten. Im Sprint fehlte am Ende nur eine Radlänge.

Zuvor hatte ich in Slowenien Pech: Zwei Tage vor dem Rennen wurde ich leicht erkältet und verzichtete vorsichtshalber auf einen Start. Die Form und die Moral stimmten trotzdem.

Podium Strassenpreis Zusmarshausen
Podium beim Strassenpreis Zusmarshausen.
02 Tour of Bosnia · Bosnien

Beinahe das erste Profi-Podest

4. im Gesamtklassement

Weiter ging es mit der Tour of Bosnia. Auf der zweiten Etappe feierte ich beinahe meinen ersten Podestplatz in einem Profirennen – am letzten Anstieg setzte ich mich mit sieben Fahrern ab und wurde im Sprint Vierter. Tags darauf konnte ich meinen vierten Platz im Gesamtklassement verteidigen und war damit sehr zufrieden.

Zielfoto Sprint Tour of Bosnia
Andrin Züger im Rennen, Tour of Bosnia
Ergebnisliste Tour of Bosnia
Andrin Züger nach dem Sturz in Serbien
Nach dem Sturz auf der Schlussetappe – glimpflich davongekommen.
03 Belgrad–Banja Luka · Serbien

Windkanten, Aufholjagd und ein Sturz

5. im Gesamtklassement

In Serbien folgte die Rundfahrt Belgrad–Banja Luka. Die ersten drei Tage waren komplett flach und stark vom Wind geprägt. Gleich am ersten Tag setzte ich mich rund 30 km vor dem Ziel in einer Windkantensituation mit den Topfavoriten ab und holte Rang 7 – mit etwa 30 Sekunden Vorsprung auf das Hauptfeld. Mit konstanten Resultaten arbeitete ich mich auf Gesamtrang 4 nach vorne, für eine so flache Rundfahrt durchaus überraschend.

Auf der letzten, über 170 km flachen Etappe stürzte ich 8 km vor dem Ziel mit 60 km/h. Mit viel Adrenalin im Blut stand ich sofort wieder auf, legte die Kette ein und kämpfte mich zurück – 2 km vor dem Ziel schaffte ich den Anschluss und kam zeitgleich mit dem Sieger an. Der Sturz verlief glimpflich, im Gesamtklassement verlor ich nur einen Platz und beendete die Rundfahrt als Fünfter.

04 GP Vorarlberg · Rankweil (UCI)

Fantastische Beine – und dann die Krämpfe

21. Platz

Beim UCI-Eintagesrennen GP Vorarlberg in Rankweil lief zunächst alles nach Plan: Ich konnte mit der 20-köpfigen Favoritengruppe rund 30 km vor dem Ziel wegfahren und attackierte am drittletzten Anstieg mit fantastischen Beinen. Kurz darauf bekam ich jedoch wie aus dem Nichts die heftigsten Krämpfe meiner bisherigen Karriere und kam nur als 21. ins Ziel. Eine grosse Enttäuschung – aber die nächste Chance kam bereits eine Woche später in Polen.

Der Angriff aus der Favoritengruppe am GP Vorarlberg.
05 Eintagesrennen · Polen

Mein erster UCI-Sieg!

🏆 Solo zum Sieg
Siegerehrung in Polen
Siegerehrung in Polen.

Und dann gelang das Highlight der bisherigen Saison: mein erster UCI-Sieg. Beim Eintagesrennen griff ich am zweitletzten Anstieg, rund 40 km vor dem Ziel, an und konnte einen Vorsprung von 1:30 Minuten auf eine 15-köpfige Verfolgergruppe bis ins Ziel halten. Ich bin überglücklich.

Auch die restliche Rennwoche war intensiv: Mein Teamkollege Luca Jenni fuhr aus einer Fluchtgruppe heraus auf Rang 2, während wir im Feld einen sehr harten Tag hatten und jede Attacke abdecken mussten. Beim letzten, 180 km flachen Rennen fühlte ich mich müde, holte zwar noch eine gefährliche Fluchtgruppe allein zurück, war danach aber komplett leer und stieg aus. Auch solche Tage gehören dazu – und ich bin froh, an beiden Tagen einen guten Job fürs Team gemacht zu haben.

„Jetzt heisst es erholen, mental und körperlich. Die Form stimmt, die Moral ebenso.“

Vielen Dank an mein Team und mein ganzes Umfeld für die Unterstützung – auf die nächsten Rennen!

Andrin ZügerLiebe Grüsse
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